Der Rest / Der Wahnsinn

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Wann:
13. Mai 2017 um 20:00
2017-05-13T20:00:00+02:00
2017-05-13T20:15:00+02:00
Wo:
Indra Club 64
Große Freiheit 64
22767 Hamburg
Deutschland
Preis:
Infos Folgen
Kontakt:
Dirk Tscherney

 

Der Rest – “Therapie für alle!”
VÖ: 18. November 2016
Das lauteste Trio seit Motörhead, die unterhaltsamste Chose seit James Last und die
bittersten Erkenntnisse nach Discharge und Napalm Death – es kehrt alles zurück!
DER REST bietet THERAPIE FÜR ALLE! an
Phil Taraz besorgte „es“ kurzerhand dem Rest – der Welt: Willkommen im Café Elend war
noch halbwegs nett gemeint, doch bei 10 Lieder für Freunde, dem Folgealbum, blieb so
manchem Checker das Lachen im Orkus stecken. Nun gibt es Therapie für alle! – fernab
der Larmoyanz, die auf dem Vorgänger noch die Nähe zu den Fliehenden Stürmen oder
EA 80 vermuten ließ. Und ganz weit weg vom Selbstgenügsamen einer Biographie, die auf
Anerkennung des veräußerten Schicksals pocht.
Abgespeckt, direkt und mit dem Sinn des Großen und Ganzen versehen, gehen Phil Taraz,
Jeannine Max und der Drummer Alex Klauk mit Therapie für alle! – aufs Ganze.
Während Zeilen wie diese hier entstehen, die beschreiben, was es zu hören und – in
gebührender, ja legendärer Lautstärke – zu vereinnahmen gilt, werden weltweit zahllose
Mitmenschen zu Tode gequält. Ein Titel wie „Die Festung“ versucht, dem Rechnung zu
tragen. Ein desaströses Unterfangen.
Und weiter im Text, der sich am Ruch des Lebens mehr als nur gerieben hat: Sei es der
salbungsvolle Opener „Deine Seele ist mein Bett“, der widrige „Wald“, das garstig ehrliche
„Was wenn nicht“ oder die Emphase des „Lass uns tanzen“ – glücklich mag sich schätzen,
wer auf „Ich liebe dich“ gut kommt.
Was bleibt ist Der Rest: Hochgradig aktuell, nostalgisch desillusioniert, am Ende, am
Anfang – vom Ende.
Menschen mit schwachen Nerven, Herzschlaginsuffizienz oder Schwangerschaft sei
dringend von Der Rest abgeraten. Suizid, Infarkt und unwillentlicher Abortus wären der
Preis einer Nichtbeachtung dieses freigeistigen Hinweises.
Auf der Kehrseite der Medaille findet man hier eine Lebensfreude und eine Energie die
sich auf den richtigen Zuhörer wie ein wahres Geschenk auswirkt.
Band:
Phil Taraz: Gesang, Gitarre – Jeannine Max: Bass – Alex Klauck: Schlagzeug

“DER WAHNSINN”
Wahnsinn bedeutet, und davon sollte man ausgehen, das ist doch, ohne darum herum zu reden, in
Anbetracht der Situation, in der wir uns befinden. Wir können unseren musikalischen Standpunkt in
wenigen Worten zusammenfassen:
Erstens das Selbstverständnis unter der Voraussetzung, zweitens – und das ist es, was wir unseren
Hörern schuldig sind, drittens die konzentrierte Beinhaltung als Kernstück eine…s
zukunftweisenden Musikprogramms.
Wer hat denn, und das muss vor diesem hohen Publikum einmal unmissverständlich ausgesprochen
werden. Auch die harmonische Entwicklung hat sich in keiner Weise, das kann auch von anderen
Bands nicht bestritten werden, ohne zu verkennen, dass in Hamburg, in Berlin die Ansicht herrscht,
die Chefetage der Musikindustrie habe da und, meine Damen und Herren, warum auch nicht? Aber
wo haben wir denn letzten Endes, ohne die Lage unnötig zuzuspitzen, da, meine Damen und
Herren, liegt doch das Hauptproblem. Bitte denken Sie doch einmal an Streamingdienste. Wer war
es denn, der vor 15 Jahren, und wir wollen einmal davon absehen, dass niemand behaupten kann,
als hätte sich damals, so geht es doch nun wirklich nicht.
Wir haben immer wieder darauf hingewiesen, dass die Fragen des Kulturaustausches, und ich bleibe
dabei, wo kämen wir sonst hin, wo bliebe unsere Authentizität? Eins steht jedoch fest, und darüber
gibt es keinen Zweifel, wer das vergisst, hat den Auftrag des Musikers nicht verstanden.
Die Stil- und Imagepolitik geht von der Voraussetzung aus, dass die mittelfristige Finanzplanung,
und im Bereich der Selbsterhaltung ist das schon immer von ausschlaggebender Bedeutung
gewesen. Meine Damen und Herren, wir wollen nicht vergessen, draußen im Lande, und damit
möchte ich schließen, hier und heute stellen sich die Fragen, und ich glaube, Sie stimmen mit mir
überein, wenn ich sage, letzten Endes, wer wollte das bestreiten.
Wir danken Ihnen.